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Historische Anmerkungen     |     Das Schloss     |     Das 1900     |     Links

     








Fagagna ist ein idealer Ort, um sich mit den grundlegenden geschichtlichen Ereignissen der Region Friaul Julisch-Venetien, die als Bühne für einige der wichtigsten historischen Ereignisse in Mitteleuropa gedient hat und in denen sie oft auch Hauptfigur war, zu beschäftigen.

Der Ursprung Fagagnas aus römischen Zeit ist durch archäologische Funde dokumentiert, dem Epigraph der Gens Fanii und zwei militärische Säulenstümpfe, die die Entfernung von XXXIII und XXXIV Meilen zu Concordia anzeigen. Sie werden um das erste Jahrhunderten n.Chr. datiert.

Erwähnenswert ist auch das Bruchstueck einer Grabstele, eingemauert in der noerdlichen Wand der Kirche der Madonna di Tavella in Madrisio di Fagagna. Die Analyse des Monumentes deutet auf eine Datierung in der ersten Hälfte des 1. Jh. n.Chr.

Weitere interessante Funde wurden in der Zone, als “Grabstätte der Brunelde“ bekannt, entlang der roemischen Strasse die Concordia mit dem belebtem Knotenpunkt Ad Silanos verband, gemacht.

Die ersten Informationen stammen von Gerolamo Asquini, der schon zwischen dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts und dem Beginn des achtzehnten Jahrhunderts einige Funde dokumentierte und Zeichnungen und Beschreibungen einer vom Richter P. Accoleio Lariscolo (43 v.Chr.) geprägte Münze und einer kleinen Bronzestatue von Apoll hinterliess, die das Vorhandensein eines Landhauses nachweisen konnten.

Die Ansiedlung im Gebiet setzte sich auch nach dem Fall des römischen Reiches und der Ankunft der Langobarden (568 n.Chr.) fort, worüber aber keine grösseren Funde existieren; über die darauffolgende fränkische Herrschaft fehlen jegliche Spuren.

Mit dem am 11 Juni 983 n.Chr. von Otto II. von Saxen verkündigte Diplom tritt Fagagna schließlich in die geschriebene Geschichte ein. Der Herrscher des Heiligen Römischen Reichs gewährte der Kirche von Aquileia den Besitz des Schlosses von Fagagna mit allen Rechten über das Gebiet und dazugehörigen Einwohnern in einem Umkreis von drei Meilen. Die Schenkung repräsentiert einer der bedeutensten Akte der Politik mit der das Heilige Römische Reich den Patriarchen Aquileias eine weltliche Gewalt im Friaul zusicherten. Den Patriarchen gab man den Auftrag, der Region, die von den Streifzügen der Magyaren verwüstet war, eine neue politische und militärische Ordnung zu geben.

Im XIII Jahrhundert fand das dramatische Ereigniss statt, das für Fagagna Folgen bis zum heutigen Tage hat. Im Jahre 1250 brachten Adlige des Schlosses, Rainhard, Propst von St. Peter in Carnia, und Rizzardo, Pfarrer von Fagagna, durch Verrat Truppen ins Schloss hinein und hißten die Fahne von Ezzelino von Romano, Herr der trevisanischer Marca und eines Teils der Lombardei, Gegner des Patriarchen, der schon zwei Jahre zuvor versucht hatte, das Schloss zu überfallen. Als sich die Feinde zurückzogen ging der Patriarch Berthold von Meranien hart gegen die zwei Verräter vor, indem er ihnen ihre Ämter entzog und Rizzardo exkommunizierte. Ausserdem vereinigte der Patriarch am 8 Juli, zur Strafe, die Pfarrei von Fagagna mit dem Kapitel von Cividale.
Am 7 April 1304 wurde das Schloss vom Grafen von Görz, im Krieg mit dem Patriarchen, erobert. Eine weitere Besetzung der kleinen Festung fand im Jahre 1313 wieder durch den Grafen von Görz wegen persönlicher Angelegenheiten mit dem Patriarchen Ottobono Razzi statt. Besorgt über die Expansionsbestrebungen des Herzogs Heinrich aus Kärnten, sorgte der Patriarch Pagano della Torre für die Verstärkung der Befestigung Fagagnas. Im darauffolgendem Jahr wurde das Schloss dennoch vom Grafen von Görz, Verbündeter und Verwandter des Herzogs, erobert. In dieser Zeit (erste Hälfte des XIV Jh.) wurden die Herren von Fagagna aus nicht näher erklärten Gründen um ihre Lehensgüter und Eigentum beraubt. Sie siedelten nach Udine um, wo sie im Jahre 1350 das Bürgerrecht erhielten und in Folge den Familiennamen umänderten.

Am 3 Juni 1420 wurde Fagagna an die Republik von San Marco übergeben und war von da an zusammen mit dem ganzen Patriarchat von Aquileia ein Teil des Festlandes (Terra Ferma) der Serenissima.

Zum letzen Mal sollte das Schloß von Fagagna in der zweiten Hälfte des XV Jahrh. Als Festung verwendet werden, als die Bewohner Fagagnas, aus Angst vor Angriffen der Türken, die Mauern verstärkten und Bewaffnung einkauften. Glücklicherweise verursachten die Türken, die doch sehr nahe kamen (Moruzzo, einige Kilometer entfernt, wurde niedergebrannt), keinen Schaden in Fagana.

Die folgende Geschichte vermerkt keine weiteren bedeutenden Ereignisse. Die Familien der Juristen, der Adligen und Gastaldo Veneto selbst zogen in das Dorf hinunter und bauten oder restaurierten dort ihre Häuser. Sie verliessen den Hügel mit dem Schloss, das nach und nach verfiel und fast ganz abgebrochen wurde, um die Steine für neue Bauten, unter anderen den Palazzo delle Comunità, errichtet zwischen dem 1490 und dem 1505, zu verwenden.

Mit dem Untergang der Republik ist Borgo Sacavan, die heutige Via Umberto I, das Zentrum des Dorfes geworden.

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Das Schloss erscheint zum ersten Mal in den Chroniken des Jahren 1216, als Heinrich der Ältere die trevisianischen Söldner von Ezzelino da Romano, die ihn belagerten, zurückzutreiben vermag. Er gehörte der adeligen Familie der Villalta an, war germanischer Herkunft und ein freier Lehensherr, bzw. ein Gibelline der sich vom Kaiser unabhängig hielt, obwohl der Patriarch von Aquileia schon seit langem der absolute Herrscher des Friauls war.

Vom Jahr 1219 bis zum Jahr 1221 wurden Friaul und Venetien wiederholt von fremden Mächten verwüstet (man berichtet, unter anderem, von über dreihundert zerstörten und niedergebrannten Siedlungen). Für diese Angelegenheit interessierten sich auch der Papst und der Kaiser Friedrich der II von Schwaben, und so unterwarfen sich schließlich auch die rebellische Lehensherren, unter denen auch die Villalta, der Autorität des Patriarchen und erkannten ihn, wenigstens förmlich, als deren Herr an.

Das Schloss fiel im Besitz der Della Torre, eine adelige mailändische Familie, die sich am Ende des Jahres 1200 im Friaul niederliess und die in Friaul vier Patriarchen stellte. Beginnend im Jahre 1433 erreichte ihre traurige Berühmtheit am Ende des siebzehnten Jh. den Gipfel mit mehr oder weniger bekannten Geschehnissen dank blutrünstiger und frevelhafter Taten einiger ihrer Mitglieder.

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Ein Bildnis von Fagagna vom Beginn des 20. Jahrhunderts als Verkehr und Smog noch kein Problem darstellten…






Um weiteres über Fagagna und seine Geschichte zu erfahren folgen hier einige Links die Ihnen sicher nützlich sein können.



  • www.fagagna.it visita il sito
    Website der Bürger von Fagagna mit zahlreichen Dienstleistungen nützlich für den Besucher sowie auch für die Einwohner der Gegend.

  • www.comune.fagagna.ud.it visita il sito
    Offizielle Website der Gemeinde von Fagagna, durch die der Bürger eine umfangreiche Auswahl von Informationen und Dienste, von der Gemeinde selbst zur verfügung gestellt, bekommt.



  • www.feagne.it visita il sito
    Website, für jene Friulaner, die im Ausland oder fern ihrer Heimat leben;
    neben der Erinnerung an Fagagna wird ein Informationsdienst in bezug auf Ereignisse und News der Ortschaft angeboten.

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